Wort zum Monat

Gottes Treue führt uns in die Gemeinschaft mit ihm

Oktober 2020

Ihr lieben Glaubensgeschwister,

„Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn“ (1. Korinther 1,9). Wenn ich dieses Bibelwort lese, denke ich an euch. Jeder von uns lebt sein eigenes Leben. Es geht durch Höhen und Tiefen, manchmal mit Angst und dann auch wieder mit Freude angefüllt. Unser Trost heißt: Gott ist treu! Er tut, was er sagt. Für uns Menschen ist das vielleicht nicht immer spürbar, zumal wir nur einen winzigen Ausschnitt vom göttlichen Plan kennen, den er für uns bereithält.

Gott ist es, der uns in die Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus gerufen hat. Er ruft uns, er erwählt uns – nicht umkehrt. Er kennt jeden einzelnen Menschen besser als dieser sich selbst und weiß um alles Bescheid. Und er lässt jedem die Freiheit, diesem Ruf zu folgen oder nicht.

Gott ruft uns in die ewige Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserem Herrn.

Das hat Jesus selbst bestätigt: Er will, dass wir dort sind, wo er ist. Doch auch im Hier und Jetzt sind wir schon in der Lebensgemeinschaft mit dem Sohn Gottes. Wir stehen in allen Lebenslagen mit ihm zusammen:

  • Wir kämpfen in unserem eigenen Leiden darum, in der Gemeinschaft mit Gott zu bleiben.
  • Wir unterstützen Jesus in seiner Aufgabe und verkündigen das Evangelium, indem wir Gutes tun.
  • Wir vergessen diese Mission zu keinem Zeitpunkt, sondern machen sie zur obersten Priorität.

Gott ruft in die Gemeinschaft der Gläubigen – in die Kirche:

  • Wir wollen zusammen sein und gemeinsam handeln, gemeinsam beten, gemeinsam feiern, gemeinsam arbeiten.
  • Wir wollen diese Einheit stärken und gegen Zwietracht kämpfen: Wir meiden Gerüchte, lassen Vergangenes ruhen und reden über das Gute und nicht das Schlechte.
  • Wir dienen einander und unterscheiden nicht nach Kunde oder Lieferant: Jeder kann zum Wohlergehen der Gemeinschaft beitragen.

Gott ruft schließlich auch in die Abendmahlsgemeinschaft:

  • Sie ist ein Vorgeschmack auf das Hochzeitsmahl des Lammes.
  • Sie erinnert uns, dass Christus alles mit den Menschen geteilt hat, auch Leiden und Tod.
    Sie gibt uns Kraft, so zu kämpfen, wie er gekämpft hat.
  • Sie stärkt die brüderliche Gemeinschaft untereinander. Für alle gibt es dasselbe Brot und denselben Wein und die eine Feier des Heiligen Abendmahls. Was würden wir ohne die Gemeinschaft tun?

Danke Herr, dass du mir ermöglicht hast, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Herzliche Grüße,
Jean-Luc Schneider

(aus: „Unsere Familie“ 19/2020)