Wort zum Monat

Lieben und Leiden

Oktober 2019

Im Spektrum menschlicher Gefühle und Empfindungen bilden Lieben und Leiden zwei gegensätzliche Pole – auf der einen Seite das euphorische Glücksgefühl, das ungeheure Kräfte und Lebensgeister mobilisiert, auf der anderen Seite Unglück und Schmerz, die lähmen und jede Freude am Leben nehmen können. Und doch haben beide Berührungspunkte: Liebe kann Auslöser von Leiden sein, und Leiden kann Ausdruck echter Liebe sein.

Zwei Menschen, die sich lieben, leiden, wenn es dem anderen schlecht geht. Ein Christ, der seinen Nächsten liebt, kann nicht mit ansehen, wenn es dem Nächsten schlecht geht. Weil die Liebe ausgegossen ist in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, lebt auch die Liebe zum Nächsten in uns. Das ist einerseits etwas Schönes und das Leben Bereicherndes, andererseits aber auch mit manchem Leiden verbunden. Weil wir den Nächsten lieben, können wir nicht einfach die Augen zumachen, wenn er leidet. Wir leiden mit, weil wir lieben. Und weil wir lieben, versuchen wir zu helfen. Oft geht das nur im Gebet, manchmal aber auch ganz konkret. Denn Liebe findet immer einen Weg.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 19/2019)

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(Oktober 2019) Im Spektrum menschlicher Gefühle und Empfindungen bilden Lieben und Leiden zwei gegensätzliche Pole... mehr ...