Wort zum Monat

Ein Splitter

Februar 2019

 

Es scheint ein Wesenszug des Menschen zu sein, sich selbst gegenüber immer großzügiger zu sein als gegenüber anderen. Schnell sieht man bei anderen einen Fehler, registriert selbst Kleinigkeiten unbarmherzig, aber das eigene Fehlverhalten ist einem nicht bewusst. Jesus hat dieses Missverhältnis mit dem Bild vom Splitter im Auge des Bruders und dem Balken im eigenen Auge drastisch veranschaulicht.

Wenn ich mir aber bewusst bin, dass Gott mich letztlich erwählt und zu seinem Kind gemacht hat, um ein Segen zu sein, um durch mich anderen Gutes zu tun, dann kann ich den anderen nicht kritischer sehen als mich selbst. Im Gegenteil. Dann sehe ich ihn mit Anteilnahme und unter dem Gedanken, wie ich ihm vielleicht helfen kann. Dann nutze ich das Heil, das ich empfangen habe, die Gnade, die Gott mir geschenkt hat und ständig neu gewährt, um damit zu arbeiten und meinerseits Verständnis, Gnade, Mitgefühl und Verzeihung walten zu lassen. Nicht nur gegenüber denen, die wie die Seelen in der jenseitigen Welt so weit weg sind, dass ich alles verzeihen kann, sondern vor allem gegenüber dem, der mir heute so nahe ist, dass ich den Splitter in seinem Auge nicht übersehen kann.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 03/2019)

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