Wort zum Monat

Gestörte Beziehung

November 2016

Als die Israeliten nach Babel verschleppt wurden, hatten sie keine Möglichkeit mehr, im Tempel anzubeten und ihre Opfer zu bringen. Der Gottes­dienst, wie sie ihn kannten, war ihnen nicht mehr möglich, weil sie vom Heiligtum in Jerusalem abgeschnitten waren. Ihre Beziehung zu Gott war zwar nicht abgebrochen, aber sie war gestört.

Viele Christen haben eine gestörte Beziehung zu Gott. Sie sind zwar getauft und Glieder am Leib Christi, aber sie haben sich innerlich von Gott entfernt. Kirche und Gottesdienst haben für sie keine Bedeutung.

Auch nicht wenige neuapostolische Christen haben ihre Erwählung gering geschätzt. Sie haben zwar die Sakramente empfangen, aber der Gottesdienst bedeutete ihnen nichts. Sie hatten noch eine Beziehung zu Gott ‒ an der Gotteskindschaft hat sich ja nichts geändert ‒, aber diese Beziehung war gestört. Ohne Gottesdienst, ohne ständigen Genuss des Heiligen Abendmahls kann die enge Verbindung zum Herrn nicht aufrechterhalten werden. Die Gemeinschaft mit Christus leidet und ist gestört, wenn sie nicht mehr durch die Teilnahme am Heiligen Abendmahl gepflegt wird. Gehen Seelen in diesem Zustand in die jenseitige Welt, ist auch dort ihre Beziehung zum Herrn gestört. Sie gleichen dem verirrten Schaf, von dem Jesus im Gleichnis sprach.

Ebnen wir ihnen durch unsere Fürbitten den Weg, damit sie wieder in die enge Gemeinschaft mit dem zurückfinden, der sie je und je geliebt hat.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels 

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