Wort zum Monat

Unnötige Last

Juli 2015

Während eines Aufenthalts in Afrika machte ich eine merkwürdige Erfahrung. Wir fuhren mit einem Kleinlaster eine Straße entlang und sahen eine alte Frau, die eine schwere Last auf dem Kopf trug. „Die arme Frau, was muss die sich plagen …“, dachten wir und hielten an, um sie mitzunehmen. Sie nahm unser Angebot dankbar an und stieg auf die Ladefläche. Was dann geschah, verwunderte mich und machte mich nachdenklich. Die Frau nahm auf der Rückbank der Ladefläche Platz, behielt aber während der ganzen Fahrt ihre Last auf dem Kopf.

Wenn man über dieses Verhalten einmal nachdenkt, dann stellt man fest, dass es gar nicht so ungewöhnlich ist. Gott möchte uns helfen. Er bietet uns an, uns Lasten abzunehmen, uns von unnötiger Belastung und Sorge frei zu machen. Er möchte, dass wir loslassen und ablegen, was unseren Glaubens- und Lebensweg erschwert und uns oftmals niederdrückt. Und wir? Anstatt alle
unsere Sorge auf ihn zu werfen, tragen wir sie weiter mit uns herum. – Die anderen sollen ruhig sehen, wie sehr wir uns abplagen! Anstatt Gott voll und ganz zu vertrauen und uns auf seine Hilfe zu verlassen, halten wir ängstlich an unseren Bedenken fest. – Lieber nicht zu viel erhoffen, dann ist man hinterher nicht enttäuscht!

Anstatt dem Nächsten zu vergeben, pflegt man seine Enttäuschung und die Erinnerung an erlittenes Unrecht. – Das Mitleid der anderen tut ja auch gut! Anstatt die Vergangenheit zu begraben, richtet man sich im Selbstmitleid ein. – Was habe ich schon alles durchgemacht! Dabei könnte vieles so viel einfacher und leichter sein!

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels

Wort zum Monat

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