Wort zum Monat

Verantwortung für kommende Generationen

Februar 2015

Haben die Kirchen noch eine Zukunft? Ist der christliche Glaube in Europa ein Auslaufmodell? Solche Fragen beschäftigen viele Menschen. Die Antwort darauf ist ganz klar: Die Kirche Christi wird bis zuletzt bestehen. Das ergibt sich aus dem Auftrag, den der Herr einst Petrus gab: „… auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen“ (Mt 16,18). Er wird darüber wachen, dass sein Wort verkündigt und die Sakramente gespendet werden können, damit die Menschen auf sein Kommen vorbereitet werden. Aber wir tragen die Verantwortung, den Glauben an diejenigen, die nach uns kommen, weiterzugeben.

„Euch und euren Kindern gilt diese Verheißung“ – dieses Wort der Heiligen Schrift ist Zusage und Auftrag zugleich: Liebe Eltern, ihr seid dafür verantwortlich und habt dafür zu sorgen, dass euer geistliches Vermögen an eure Kinder weitergegeben wird.

Es ist heute üblich, dass Eltern vieles an andere delegieren: an die Bildungseinrichtungen, an die Kirche, an den Sonntagsschullehrer und so weiter. In erster Linie sind aber die Eltern für die Kinder verantwortlich. Die Eltern müssen sich die Zeit nehmen, die Verheißung des Heils an ihre Kinder weiterzugeben, auch wenn ihr Terminkalender voll ist. Man muss die Kinder zur Musikschule fahren, zum Sport, sie vom Tennis abholen usw. Dagegen ist nichts einzuwenden! Aber sollten wir uns nicht mehr Zeit nehmen, um für das ewige Leben unserer Kinder zu sorgen?

Den Glauben weiterzugeben heißt auch die Kirche von morgen zu gestalten. Welches Bild von Kirche vermitteln wir unseren Kindern? Wie sprechen wir über unsere Kirche? Das fängt zu Hause an. Wie sprechen wir da über die Amtsbrüder? Wie sprechen wir über die Geschwister? Wovon redest du, wenn du zu Hause von der Kirche sprichst? Das ist die Information, die deine Kinder von dir bekommen! Das ist das Bild, das du deinen Kindern vermittelst!

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels