Wort zum Monat

Den Glauben lieben

August 2013

Das Motto des Jugendtages in Berlin-Lichtenberg hat mich angesprochen: „Glauben lieben, Glauben leben, Glauben teilen“. Wobei ich sagen muss: Besonders das erste, Glauben lieben, hat mich sehr berührt. Was heißt das: Glauben lieben? Da ist vordergründig zu sagen: Ich liebe es, in den Gottesdienst zu gehen; ich liebe es, mit Geschwistern zusammenzukommen. Aber es gibt noch etwas Tieferes.

Wir glauben, dass es Gott gibt, wir glauben, dass Gott der Allmächtige ist. Gott ist es, der die Geschichte der Menschheit lenkt, Gott ist es, der mein Leben lenkt und führt. Ich bin keiner Laune des Schicksals ausgesetzt, ich bin auch nicht der Willkür irgendeiner Macht ausgesetzt. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Geschichte der Welt von der Macht geschrieben wird: von der Macht des Geldes, der Macht der Gewalt oder irgendeiner anderen, irdischen Macht; diese Mächte bestimmen das Leben der Menschen, sie bestimmen die Geschichte, bestimmen auch mein Leben – so meint man. Wie gut ist es da zu wissen: Es ist nicht irgendeine Macht, es ist weder das Geld noch die Politik noch sonst etwas – es ist Gott! Gott bestimmt mein Leben, er schreibt die Geschichte der Menschheit, er schreibt meine Geschichte. Das liebe ich an meinem Glauben.

Diesen Glauben liebe ich auch: Wir glauben nicht nur an Gott, sondern wir glauben, dieser allmächtige Gott ist ein Gott der Liebe. Er verfolgt nur ein Ziel: Er will alle Menschen in die Gemeinschaft mit ihm führen. Wo gibt es noch einen solchen Gott, der nicht nur irgendwo oben thront und allmächtig ist? Dieser Gott ist in Jesus Christus zu uns gekommen in aller Demut und hat sein Leben für uns hingegeben. Ich war noch gar nicht geboren, ich habe noch gar nichts gemacht, dennoch liebte er mich, er liebte mich, ehe es mich gab.

Auch diesen Glauben liebe ich: Ich liebe diesen Glauben, den ein jeder verstehen kann, denn das Evangelium kann jeder leicht begreifen. Der Herr Jesus ist nicht nur bei den Großen, Starken, den Besten, nein, er liebt genauso die Armen, die Schwachen, die Unvollkommenen, die etwas krumm sind, die etwas an den Rand gedrängt sind, er liebt sie alle gleich.

Und ich liebe den Glauben, dass der Herr bald kommt. Machen wir es uns zur Aufgabe, diesen Glauben weiterzutragen und ihn den Menschen entgegenzubringen.

(aus einem Gottesdienst des Stammapostels)

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