Wort zum Monat

Es kommt darauf an, treu zu bleiben bis zuletzt

August 2012

Von der Wüste Paran aus sandte Mose zwölf Kundschafter in das Land Kanaan, um einen Eindruck vom Gelobten Land zu bekommen. Unter ihnen war auch Kaleb. Über Kaleb sprach Gott später: „Meinen Knecht Kaleb, weil er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen“ (siehe 4. Mose 14,24). Was war das Besondere an Kaleb? – Als die Kundschafter zurückkehrten, berichteten sie, was sie erlebt hatten. Zehn von ihnen sagten, die Bewohner des Landes Kanaan seien zu stark. Das Volk Israel könne das Land nicht einnehmen. Nur zwei, Kaleb und Josua, waren dafür, dies zu wagen. Kaleb sagte: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen.“ Die Stimmung wogte hin und her. Aber Kaleb ließ sich nicht beirren und sagte: „Wenn der Herr uns gnädig ist, wird er uns in dies Land bringen und es uns geben.“ Er sah mit ganzem Herzen zum Herrn auf. Das ist Treue! Kaleb konnte Jahre später mit seinen Nachkommen das Land betreten und einnehmen, weil er dem Herrn treu geblieben ist.

In den verschiedenen Erdteilen gibt es viele Kulturen, Meinungen, Ansichten, viele Prägungen. Es bleibt eines bestehen: die Treue! Wer dem Herrn treu gefolgt ist und ihm in den unterschiedlichen Verhältnissen die Treue gehalten hat, wird reich belohnt werden. Kaleb hat das Land gesehen und durfte bleiben, weil er treu war – wir werden den Herrn an seinem Tag sehen und bei ihm bleiben, wenn wir ihm treu sind.

Das ist heute eine Herausforderung, denn es sind viele Meinungen und Ansichten offenbar, wie man zu Gott kommen kann. Wir wollen uns davon nicht beirren lassen. Wir wollen Vertrauen in den Herrn behalten, auf die göttlichen Gesetze und Gebote achten und nicht aufgeben, mit ganzem Herzen am Herrn hängen und auf ihn sehen – das ist Treue!

Die Situation damals war nicht einfach. Die Argumente der zehn Kundschafter, die gewarnt hatten, waren nicht unvernünftig. Sie sprachen von der kriegerischen Stärke der Bewohner des Gelobten Landes; wolle man sich mit diesen anlegen, könne man verlieren.

Auch heute mag es manche geben, die gute Gründe haben und fragen: „Muss man weiterhin die Gottesdienste besuchen? Muss man sich an die Apostel halten? Soll man weiterhin auf den Tag des Herrn warten?“ Treu dem Herrn folgen – das machen wir im Grunde genommen alle; doch wenn Not und Trübsal da sind, wird treu bleiben oft schwer. Wenn man gebetet hat und darauf hofft, dass Verhältnisse sich ändern, und es geschieht scheinbar nichts – wir wollen trotzdem treu bleiben! Es kommt darauf an, treu zu bleiben bis zuletzt.

Der Sohn Gottes hat darauf hingewiesen, dass am Ende die Treue entscheidend ist. Im Gleichnis von den anvertrauten Zentnern spricht der Gutsherr zum Knecht, der mit seinem Vermögen gearbeitet hat: „Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen“ (Matthäus 25,21).

Wenn man mir nun entgegenhält, dass andere vielleicht anders handeln, dann möchte ich auf ein Wort des Apostels Paulus hinweisen: „Dass aber einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben?“ Das stellte der Apostel Paulus schon als eine Frage fest. „Das sei ferne! Es bleibe vielmehr so: Gott ist wahrhaftig …“ (Römer 3,3.4).

Gott bleibt unveränderlich, der Treue, der Verlässliche; aber es gilt für uns, ihm treu zu bleiben.           

(aus einem Gottesdienst des Stammapostels)

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