Wort zum Monat

Dienet dem Herrn

Januar 2012

Bei dem Gedanken an das bevorstehende neue Jahr beschäftigt mich das Gleichnis des Herrn von den anvertrauten Pfunden. Es heißt dort, dass ein Fürst in ein fernes Land zog, aber zuvor jedem seiner Knechte ein Pfund (= 100 Silbergroschen) übergab mit der Aufforderung: Handelt damit, bis dass ich wiederkomme! (vgl. Lukas 19).

Für uns bedeutet das: Seien wir aktiv, bringen wir die von Gott verliehenen Gaben ein in die Gemeinde. Dabei geht es nicht um bloßen Aktionismus, sondern um zielorientiertes Handeln. Im Blickpunkt soll immer die Wiederkunft Christi stehen.

Zur Sache spricht auch das Psalmwort: „Dienet dem Herrn mit Freuden!“ (Psalm 100,2). Wir wollen nicht uns selbst dienen, nicht unsere Eigeninteressen pflegen, nein, wir wollen dem Herrn dienen! Wer sich aktiv in der Gemeinde betätigt zum Wohl anderer, der dient dem Herrn. Wie segensreich ist es, wenn man das freudig und mit ganzem Herzen tut.

Nun wird unser Leben durch viele Verpflichtungen so in Beschlag genommen, dass oftmals kaum Freiraum zu bestehen scheint, um dem Herrn dienen zu können. Gewiss, es gibt heute viele Sachzwänge, die unseren Dienst in der Gemeinde des Herrn einschränken können. Aber: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Niemand möge sich völlig zurückziehen unter dem Gedanken: Es geht eben nicht anders.

Ich rufe also dazu auf, aktiv zu sein in der Gemeinde. Besonders denke ich dabei an diejenigen, die noch kein Betätigungsfeld für sich gefunden haben. Um aktiv zu sein, muss man sich manches Mal selbst überwinden, oder umgangssprachlich ausgedrückt: Man muss sich einen Ruck geben!

Geben wir uns also innerlich einen Ruck,

–      die eventuell noch vorhandene Distanz zu den Amtsträgern und Geschwistern in der Gemeinde zu überbrücken; gehen wir aufeinander zu;

–      unserer Bequemlichkeit zu entsagen;

–      die Scheu abzulegen, Verpflichtungen zu übernehmen;

–      die Gleichgültigkeit zu überwinden.

Gern dürfen die Amtsträger in der Gemeinde zurate gezogen werden, wenn jemand aktiv sein möchte, aber nicht klar erkennen kann, welches Betätigungsfeld passend sein könnte. Die Amtsträger ihrerseits werden gebeten, solchen Geschwistern beratend zur Seite zu stehen und gemeinsam mit ihnen zu überlegen, wie die gute Absicht umgesetzt werden kann.

Und was ist mit denjenigen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Verhältnisse nichts mehr tun können? Meine Antwort: Auch dann möge man noch so gut es geht die Gemeinschaft pflegen. Eins ist in jedem Fall möglich: das Gebet für den Nächsten. Auch das ist ein segensreicher Dienst in der Gemeinschaft.

In diesem Sinn möge 2012 ein Jahr des freudigen Dienens sein. Ich wünsche euch allen ein gnadenreiches neues Jahr, erfüllt mit viel Frieden und Freude aus dem Heiligen Geist. Unverändert warten wir auf die Wiederkunft des Gottessohnes.

Mit herzlichen Grüßen

Euer

Wilhelm Leber

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