Wort zum Monat

Stille zu Gott

Dezember 2011

Das bald zu Ende gehende Jahr 2011 war ein unruhiges Jahr. Die negativen Meldungen häuften sich. Auf der einen Seite gab es Naturkatastrophen, unter anderem Erdbeben mit teils schwerwiegenden Folgen, andererseits gab es auch gesellschaftliche und politische Unruhen. Ich denke an Protestbewegungen, Revolutionen und bürgerkriegsähnliche Zustände. Schließlich ist auch der wirtschaftliche Bereich zu nennen. Krisen in wichtigen Ländern führten zu Verunsicherungen auf breiter Basis.

Auch im persönlichen Bereich mögen Dinge in Erscheinung getreten sein, die Unruhe ausgelöst haben. Krankheit und Not haben vor unseren Gemeinden nicht Halt gemacht.

Angesichts eines so unruhigen Umfeldes sind wir dankbar, dass wir in die Stille des Hauses Gottes und die Stille des Gebetes flüchten konnten. In der Nähe Gottes konnten wir immer wieder zur Ruhe kommen. Wie bedeutsam die Stille ist, zeigen etliche biblische Beispiele.

Als das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten vor dem Schilfmeer stand und hinter sich die Ägypter sah, war die Not groß. Da verbreitete Mose Zuversicht mit den Worten: „Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein.“ (2. Mose 14,14).

Oder denken wir an ein Geschehnis zur Zeit des Herrn Jesus. Als die Jünger mit dem Herrn in einem Boot auf dem See waren, erhob sich ein gewaltiger Sturm, so dass die Jünger um ihr Leben fürchteten. Aber der Herr bedrohte den Wind und das Meer. Und dann heißt es in der Heiligen Schrift: „Da wurde es ganz stille.“ (Matthäus 8,26).

Wir halten uns fest daran, dass der Herr auch über die Unruhe unserer Zeit herrscht; ohne seine Zustimmung geschieht nichts. Dieses Bewusstsein schafft Ruhe für die Seele. Aber natürlich gehört auch dazu, dass wir uns vor dem Höchsten beugen und das Unsere dazu beitragen, um stille sein zu können.

Stille Grüße zur Advents- und Weihnachtszeit,

Wilhelm Leber

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