Wort zum Monat

Klare Entscheidungen treffen

März 2011

Jesus sprach einmal davon, dass ein Reich nicht bestehen könne, das mit sich selbst uneins sei. Dafür gibt es in der Geschichte zahlreiche Beispiele. Wie viele Reiche und Länder sind schon zerfallen, weil man uneins war und sich in zentralen Punkten nicht entscheiden konnte. Ehen sind zerbrochen, Familien auseinander gegangen, große Traditionsunternehmen zerbrochen, weil man sich nicht mehr eins werden konnte.

An diesen Gedanken knüpft der Herr die Aufforderung zu einer klaren Haltung und kommt schließlich zu der Feststellung: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ (Matthäus 12,30). Eine unmissverständliche Aussage! Das heißt, dass der Mensch einer Entscheidung für oder gegen den Herrn nicht aus dem Wege gehen kann. Denn wer sich nicht für Christus entscheidet, sich nicht zu ihm als dem Herrn und Heiland bekennt, der hat sich damit zwangsläufig gegen ihn entschieden.

Viele Menschen möchten klaren Entscheidungen lieber aus dem Weg gehen. Das ist oftmals bequemer als klar Stellung zu beziehen. Stehen sie zwischen zwei unterschiedlichen Positionen, dann tendieren sie mal zur einen, mal zur anderen Seite – je nachdem, welchen Vorteil sie sich davon versprechen. Oder sie versuchen eine neutrale Position einzunehmen. Im Verhältnis zum Herrn gibt es diese Möglichkeit nicht. Da kann man sich nicht auf eine neutrale Haltung zurückziehen. Ebenso wenig kann der Mensch sich Gott gegenüber „neutral“ verhalten. Es gibt nur ein Entweder – Oder: „Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden“ (vgl. Johannes 8,24), musste Jesus seinen Zeitgenossen sagen.

Manchmal trifft man auch Entscheidungen, von denen man selbst nicht so ganz überzeugt ist, hinter denen man  nicht mit ganzem Herzen steht. Auch das macht sich über kurz oder lang bemerkbar; solche Entscheidungen haben oft nicht lange Bestand.

Mangelnde Entschiedenheit im Glauben könnte letztlich alles in Frage stellen. Wir können nicht zu fünfzig Prozent beim Herrn sein und zu fünfzig Prozent woanders. Für den Herrn sein bedeutet: das ganze Leben nach ihm, nach dem Evangelium auszurichten. Gewiss gelingt uns das nicht hundertprozentig, aber wir bemühen uns darum. Prüfen wir unser Herz, ob wir konsequent in unserer Entscheidung für den Herrn sind und bleiben – und ebenso konsequent in unserer Absage an den Satan und all sein Werk und Wesen. Auch da gibt es nur ein Entweder – Oder.                                     

(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)

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