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September 2016: Mit den Waffen Gottes

Die Geschichte von Gideon ist uns bestimmt bekannt: Gideon zog mit einer großen Armee in den Krieg gegen die Midianiter, die Feinde Israels. Seine Armee umfasste 32.000 Soldaten. Aber Gott sprach zu ihm: „Zu zahlreich ist das Volk, das bei dir ist“. Und er wies Gideon an, die Armee zu verkleinern – bis am Ende nur noch 300 Mann übrig waren. Diese kleine Truppe sollte auch noch auf normale Waffen verzichten und lediglich Posaunen und Fackeln mitnehmen.

Das war wider alle Vernunft. Wie soll man mit Fackel und Posaune gegen ein riesiges Feindesheer kämpfen? Aber Gideon fürchtete Gott und dachte: Wenn Gott uns mit diesen Waffen zu kämpfen heißt, werden wir damit auch siegen. Vom menschlichen Standpunkt aus war das völliger Unsinn, aber weil Gideon gottesfürchtig war und Gott vertraute, zog er mit diesen mickrigen Waffen in den Kampf – und er besiegte die Feinde: Gott schenkte Gideon den Sieg!

Gott möchte, dass wir mit seinen Waffen kämpfen, nicht mit irdischen Waffen. Die Menschen wollen mit Stärke und Gewalt kämpfen. Und der Starke will aus dem Kampf als Sieger hervorgehen. Aber Gott sagt: Leg diese Waffen beiseite, verwende die Waffe des Gebets, die Waffe des Gehorsams gegenüber den Geboten, die Waffe der Vergebungsbereitschaft, die Waffe der Geduld und der Liebe Gottes.

Lasst uns die Waffen Gottes gegen Angriffe einsetzen. Das mag uns erstmal widersinnig vorkommen. Doch es funktioniert: Versuchen wir es einmal!

Jean-Luc Schneider