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Mai 2016: Gottesfurcht und Vertrauen

2016 steht unter dem Motto „Siegen mit Christus“. Das gilt auch und vielleicht sogar in erster Linie für unser alltägliches Leben. Solch ein Satz beinhaltet viele Facetten; ich möchte hier einen Schwerpunkt herausnehmen: Zum Sieg mit Christus gehören Gottesfurcht und Vertrauen. Gottesfurcht ist der Respekt, die Ehrfurcht vor Gott, unserem Schöpfer und himmlischen Vater. Ihm wollen wir ein Leben lang vertrauen, auch in unseren schlechten Tagen.

Dazu einige Beispiele aus der Schrift:

  • Josef konnte die Sünde mithilfe der Gottesfurcht überwinden. Als frommer Mensch war er sich bewusst, dass Gott ihn sah und mit ihm war. Er widerstand der Versuchung, ließ sich nicht mit einer fremden Frau ein und blieb selbst im Gefängnis, von allen vergessen,
    Gott treu. Schließlich kam der Augenblick, wo Gott ihn befreite.

Heute wissen auch wir, dass Gott alles sieht und alles weiß. Meiden wir daher die Sünde und vertrauen ihm: Er wird uns nicht vergessen!

  • Mose war ein Mann voller Vertrauen in Gottes Handeln. Er führte einen Kampf gegen den
    Pharao, der anfänglich ziemlich ausweglos erschien. Dennoch gab Mose sein Gottvertrauen nicht auf, auch als sich der ägyptische König neun Mal geweigert hatte, das Volk Israel ziehen zu lassen. Schließlich gab Mose den Befehl, sich für den Auszug aus dem Land vorzubereiten – alle gehorchten ihm, und Gott befreite sie.

Und heute? Wie oft durften wir schon die Macht Gottes erleben! Trotz aller Anfeindungen des Bösen wollen wir Gott vertrauen und ihm gehorchen. Bald werden wir dem Bösen endgültig entkommen sein.

  • Paulus musste sich komplett ändern. Alles, was ihm vorher heilig erschien, war plötzlich infrage gestellt und unwichtig geworden. Doch er glaubte und vertraute Gott und setzte bald seinen Weg als ein Werkzeug Gottes fort und führte die Gemeinde des Herrn der Erlösung entgegen. Der Gottessohn selbst sandte ihn als Apostel und Verkündiger des Evangeliums in die Welt.

So ergeht es heute auch uns. Gott schickt uns in alle Welt, damit wir an der Frohen Botschaft von der Auferstehung Jesu, seiner Himmelfahrt und seiner Wiederkunft festhalten und laut davon erzählen. Christus wird kommen – so ist es verheißen!

Wir wollen Gott aus Ehrfurcht gehorchen, in allen Lebenslagen, immer und ein Leben lang. Wir wissen, dass er alles sieht und weiß. Wir können seiner Macht vertrauen. Dann erleben wir den Sieg mit Christus!

Stammapostel Jean-Luc Schneider