Aktuelles Wort zum Monat

August 2016: Was will Gott?

 

In den Gottesdiensten hören wir oft vom Willen Gottes: Wir sollen uns nach dem Willen Gottes ausrichten. Wir sollen uns unter den Willen Gottes beugen. Im Vaterunser sagen wir: Dein Wille geschehe!

Aber wissen wir eigentlich, was Gott will?

Gewiss, die Heilige Schrift gibt uns Aufschluss über den Willen Gottes: Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Er­kenntnis der Wahrheit kommen. Gott will, dass, wer den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben habe. Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass sich der Sünder bekehre.

Aber wie weiß ich, was Gott will, wenn es um meine Entscheidung geht? Wenn ich einen Plan, eine Idee habe, ein Werk beginne? Entspricht mein Vorhaben, mein Tun dem Willen Gottes? Oft ist die Antwort klar. Manchmal aber auch nicht. Der eine sagt: Bevor ich beginne, bringe ich ein besonderes Opfer und bete um den Segen. Der andere sagt: Ich mach einfach, und wenn Gott etwas anderes vorgesehen hat, kann er es ja verhindern. Wieder andere erbeten sich ein Zeichen.

Das alles ist gut und schön. Und doch ist es zu kurz gedacht.

Gott erwartet von uns, seinen Kindern, dass wir uns mit seinem Willen beschäftigen, dass wir beten und nachdenken und uns Zeit nehmen, zu erfahren: Was will denn der liebe Gott von mir? Warum bin ich ein Gotteskind? Was hat Gott mit mir vor? Passt meine Entscheidung in den Rahmen, den das Evangelium vorgibt?

Das ist nicht so einfach, aber ver­suche es einfach, bete innig und nimm‘ dir Zeit, nachzudenken. Ich habe die Erfahrung gemacht: in neun von zehn Fällen erkennt man den Willen Gottes.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels