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Juli 2016: Dabeibleiben ist alles

In den Briefen des Neuen Testaments finden wir viele Hinweise, wie man mit Christus siegen kann. Da gibt es die Lebensbilanz des Apostel Paulus: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit“ (2Tim 4,7–8). „Siegen“ heißt im Glauben also nicht, der Beste von allen zu sein, sondern durchzuhalten und ans Ziel zu kommen.

Die Briefe an die Korinther (9,25.26), Hebräer (12,1) und Philipper (3,13.14) verwenden ebenfalls das Bild des Sportlers und des Wettkampfes. Sie geben Hilfestellung, unsere Ausdauer zu trainieren. Wer bis ans Ziel durch­halten will, der muss demnach

  • das Ziel kennen: Wir wollen in die ewige Herrlichkeit eingehen. Dazu müssen wir Christus immer ähnlicher werden. Beschäftigen wir uns genug damit?
  • das Ziel im Blick behalten: Lassen wir uns nicht vom Weg abbringen von Jubel- oder Buh-Rufen am Streckenrand.
  • die Strecke einteilen: Es muss nicht entmutigen, noch so weit vom Wesen Jesu entfernt zu sein. Wir können uns immer wieder eine einzelne Eigenschaft vornehmen, um eine Weile ganz bewusst danach zu leben.
  • die Kräfte einteilen: Wem es zu viel wird im Glaubensleben, der kann kürzer treten in natürlichen Dingen und sich auf das Geistliche konzentrieren.
  • Ballast abwerfen: Schuld und Unversöhnlichkeit machen das Vorankommen schwer. Suchen wir doch die Vergebung und schenken wir Vergebung!
  • Diät halten: Welche Nahrung stärkt uns für den Glaubenslauf? Führen wir der Seele nur das zu, was sie auf Dauer stärkt. Das ist vor allem: das Wort Gottes und das Heilige Abendmahl.

Dabei sein ist alles – so lautet der bekannte olympische Gedanke. Für den Glaubenslauf gilt: Dabeibleiben ist alles. Lassen wir uns anfeuern von dem Zuruf aus 1. Timotheus 6,12: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist.“

Jean-Luc Schneider