Aktuelles Wort zum Monat

Juli 2017: Ein bisschen gesündigt

Wer versucht, sich einigermaßen gesund zu ernähren, achtet darauf, bestimmte Regeln einzuhalten. Hat man sich einmal darauf eingestellt, klappt das auch ganz gut. Hin und wieder passiert aber doch mal ein „Ausrutscher“ ‒ ein Glas Wein zu viel, ein Schokoriegel zwischendurch oder das Stück Torte, das man an der Kaffeetafel nicht zurückweisen kann.

Wer bemüht ist, sein Leben nach den göttlichen Geboten und im Einklang mit dem Evangelium zu führen, hat oft eine ähnliche Wahrnehmung: Eigentlich klappt es ganz gut, bis auf ein paar Ausrutscher, die einem bei allem Bemühen eben doch unterlaufen. Nichts Gravierendes, so sagt man sich, nicht die Regel, sondern die Ausnahme: hier nicht ganz die Wahrheit gesagt, da kurz die Beherrschung verloren und dort etwas über die Stränge geschlagen. Meist bereut man es auch hinterher, dass man „ein bisschen gesündigt“ hat.

Aber „nur ein bisschen“ gibt es bei Gott nicht. Wer nur ein einziges Gebot verletzt, der ist am ganzen Gesetz schuldig, sagt die Schrift. Denn er hat gegen die Ordnung Gottes verstoßen. Und die gibt es immer nur als Ganze. Zum Glück aber auch die Gnade.

Keiner muss sich fürchten, nur ein bisschen Gnade abzubekommen. Denn wo die Sünde mächtig ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger.

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 13/2017)