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Zehn Gebote

(Dekalog | Gebote)

Der uns geläufige Begriff “Zehn Gebote” (auch Dekalog genannt) ist abgeleitet von der biblischen Formulierung “zehn Worte”.

Die Gesamtzahl der Gebote ist auf zehn festgelegt. Jedoch ergaben sich im Lauf der Zeit unterschiedliche Zählweisen. Die bei uns gebräuchliche Zählung geht zurück auf die von Martin Luther übernommene Tradition der katholischen Kirche.

Die Verkündung der Zehn Gebote auf dem Sinai gehört zu dem Bund, den der Ewige mit dem Volk Israel schloss. Das Halten der Gebote war Bundespflicht; daran war Segen Gottes geknüpft.

In den Zehn Geboten hat Gott konkrete Anweisungen für ein Leben nach seinem Wohlgefallen gegeben.

Durch Jesum Christum erhielten die Gebote eine Bekräftigung, aber auch eine vertiefte Sinngebung. Die Gebote hatten das Erkennen der Sünde ermöglicht, nicht aber ihre Tilgung. Dazu war Christi Opfertod erforderlich.

Jesus Christus blieb sündlos und erfüllte als einziger Mensch das Gesetz. Sein Opfer am Kreuz ist die Grundlage zum Neuen Bund. Christi Evangelium - das höher steht als die Zehn Gebote - im Glauben anzunehmen, ist das Erfordernis des Neuen Testaments.

Das ernsthafte Bemühen, in der Liebe zu Gott und zum Nächsten vollkommen zu werden, ist untrennbar verbunden mit dem Bestreben, die Zehn Gebote zu halten.

Das 1. Gebot:

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Das 2. Gebot:

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

Das 3. Gebot:

Du sollst den Feiertag heiligen.

Das 4. Gebot:

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir ́s wohlgehe und du lange lebest auf Erden.

Das 5. Gebot:

Du sollst nicht töten. 

Das 6. Gebot:

Du sollst nicht ehebrechen. 

Das 7. Gebot:

Du sollst nicht stehlen. 

Das 8. Gebot:

Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das 9. Gebot:

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. 

Das 10. Gebot:

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist.

(vgl. 2. Mose 20,2-17)