NAK von A bis Z

Versuchung

Was bedeutet die Bitte aus dem „Unser Vater“: „ ...und führe uns nicht in Versuchung“?

Mit dem Begriff „Versuchung“ wird erfasst, was den Menschen reizt, sich von Gott zu trennen und dem Ungehorsam und Unglauben zu verfallen. Insofern ist die Versuchung eine starke Anfechtung, worin der Glaube und das Gottvertrauen geprüft werden.

Was ist im „Unser Vater“ mit Versuchung oder Glaubensprüfung gemeint? Zunächst steht fest, dass Gott selbst nicht versucht. Er lässt aber zu, dass der Teufel den Glaubenden prüft, um ihn in den Unglauben zu führen. Gott setzt den Menschen einer Prüfungssituation aus mit dem Ziel, den Glauben zu bewähren und zu stärken. An der positiven Funktion der Glaubensprüfung kann die rein negative Absicht des Teufels nichts ändern.

Mit der Bitte: „… erlöse uns von dem Bösen“ wird vom Einzelnen und der Gemeinde zum Ausdruck gebracht, Gott möge dem Teufel oder den eigenen bösen Wünschen keine Möglichkeit zur Entfaltung geben, d.h. starke Glaubensprüfungen nicht zulassen und die Macht des Bösen endgültig zunichte machen.

Durch das Opfer Jesu Christi ist die Grundlage der Erlösung vom Bösen geschaffen. Für die Brautgemeinde wird die Erlösung vom Bösen jedoch erst bei der Entrückung volle Wirklichkeit und für die zur neuen Schöpfung Berufenen erst in der neuen Schöpfung.

Mit der Bitte: „… und führe uns nicht in Versuchung“ wird Gott im „Unser Vater“ gebeten,

  • starke Glaubensprüfungen nicht zuzulassen und
  • die Macht des Bösen endgültig zunichte zu machen.