NAK von A bis Z

Trennung

Die Kirche unterstützt die gesellschaftlichen Bemühungen zum besonderen Schutz von Ehe und Familie. Aus vielfältigen Gründen kann die eheliche Gemeinschaft jedoch so zerrüttet sein, dass eine Fortsetzung trotz eigener Bemühungen und Unterstützung durch Seelsorge und Eheberatung nicht mehr möglich erscheint.

Im Trennungsprozess und danach soll alles Handeln vor Gott und den Menschen verantwortbar sein; Richtschnur muss auch in dieser Zeit die Lehre Jesu sein. Verletzende Äußerungen und Handlungen sowie Hasskampagnen stehen im Widerspruch zu ihr. Es sollen keineswegs mehr Einzelheiten nach außen getragen werden als unbedingt notwendig.

Die sich Trennenden sollten sich bewusst machen, dass ihr Verhalten die Reaktionen ihres persönlichen Umfeldes und der Glaubensgeschwister beeinflussen. Achtung, Wertschätzung und ernsthaftes Bemühen um Vergebung und Versöhnung helfen den Trennungsprozess besser zu bewältigen und entstandene Wunden zu heilen.

Die Verwantwortung für gemeinsame Kinder erfordert eine Übereinkunft, die den Kindern die bestmögliche seelische und soziale Betreuung sichern sollte. Im Normalfall brauchen Kinder sowohl Vater als auch Mutter, somit Kontakt zum außerhalb lebenden Elterteil. Für sie ist es wichtig, dass über den anderen Elternteil respektvoll gesprochen wird.

Es ist wünschenswert, dass sich Familienangehörige, Glaubensgeschwister und insbesondere Amtsträger gegenüber den sich Trennenden und deren Kindern unparteiisch verhalten, keine Gerüchte verbreiten, sich nicht einmischen und ihnen weiterhin im Sinne Christi begegnen.

Die Gemeinde soll für die Betroffenen ein Hort der Geborgenheit und Wärme bleiben. Sie sollen in dieser Phase (nach Möglichkeit) besonders seelsorgerisch betreut werden.

Die zuständigen Amtsträger werden es unterstützen, wenn der Wunsch besteht, die Gottesdienste zukünftig an unterschiedlichen Orten zu besuchen.

Auch Wunsch kann ein anderer als der bisher zuständige Amtsträger mit der Seelenpflege betraut werden.