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Organspende

Organspende bezeichnet das zur Verfügung stellen von menschlichen Organen zur Transplantation. Voraussetzung für eine postmortale Organspende ist die eindeutige Feststellung des Hirntodes.

Aus medizinischer Sicht wird der Hirntod mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt, auch wenn der Kreislauf durch Beatmung künstlich aufrechterhalten wird. Bei geplanter Organspende ist aus rechtlicher Sicht der Tod dann eingetreten, wenn zwei voneinander unabhängige Fachärzte den unumkehrbaren Ausfall der Hirnfunktion festgestellt haben.

Dieser Beurteilung schließt sich die Neuapostolische Kirche an. Sie erhebt daher weder Einwände gegen eine Organentnahme zu Transplantationszwecken noch gegen eine Obduktion zu Diagnose- und Forschungszwecken, sofern dazu die Einwilligung des Spenders oder nach Eintritt des Hirntods die Einwilligung der nächsten Angehörigen vorliegt. Werden bei hirntoten, beatmeten Patienten Organe zur Transplantation entnommen, handelt es sich aus Sicht der Kirche nicht um eine Tötung. Die Organentnahme hat keine Auswirkung auf die Seele.

Zusätzlich sind die gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Landes zu beachten.