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Fasten

Die Neuapostolische Kirche kennt keine Regelungen zum Fasten zu bestimmten Tagen oder Anlässen und steht damit in der Tradition der Reformation. Ob der Einzelne fastet oder nicht, ist seinem persönliches Ermessen überlassen. Heil und Seligkeit erlangt man nur durch die Gnade aus dem Verdienst Jesu Christi.

Hier einige Aspekte des Fastens aus Sicht des Alten- und Neuen Testaments:

  • Fasten bezeichnet im ursprünglichen Sinn den aus rituellen Gründen geübten Verzicht auf Nahrungsaufnahme.
  • Das mosaische Gesetz legt den Israeliten zum jährlich wiederkehrenden Versöhnungstag bestimmte Bußriten auf, zu denen auch Fasten gehört. Das Fasten ist nach alttestamentlichem Verständnis zur Heiligung wichtig.
  • Fasten gilt im Alten Testament auch als Zeichen der Buße und der Trauer; in Zeiten der Not sucht man dadurch Gottes Zuwendung und Hilfe.
  • Das gedankenlos geübte Ritual des Fastens wird von den Propheten kritisiert, sie fordern stattdessen die Hinwendung zu Gott und zum Nächsten.
  • Jesus fastet vor Beginn seiner Lehrtätigkeit 40 Tage in der Wüste.
  • In der Bergpredigt macht Jesus deutlich, dass das Fasten in der Form einer zur Schau gestellten Frömmigkeit nicht das Wohlgefallen Gottes findet.
  • In den ersten Jahrhunderten übernehmen die christlichen Gemeinden den jüdischen Brauch, zwei Fastentage je Woche einzuhalten.
  • Als christliches Brauchtum hat sich vor allem die 40-tägige vorösterliche Fastenzeit als fester Bestandteil im Ablauf des Kirchenjahres eingebürgert.