150 Jahre

1863 - 2013: 150 Jahre Neuapostolische Kirche

2013 feiert die Neuapostolische Kirche ihr 150-jähriges Bestehen. Aus Anlass des Jubiläums planen die Gemeinden weltweit verschiedene Veranstaltungen. 1863 aus einer kleinen katholisch-apostolischen Gemeinde in Hamburg (Deutschland) hervorgegangen, zählt die Neuapostolische Kirche heute weltweit mehr als zehn Millionen Mitglieder. Die neuapostolischen Christen versammeln sich in mehr als 60.000 Gemeinden. Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird der Pfingstgottesdienst sein, den Stammapostel Wilhelm Leber am 19. Mai 2013 in Hamburg halten wird.

Ihre Wurzeln hat die Neuapostolische Kirche im 19. Jahrhundert. Um das Jahr 1830 beteten in England und Schottland Einzelne und Gruppen um eine „Ausgießung des Heiligen Geistes“. Sie verbanden damit die Hoffnung auf eine Neubelebung des christlichen Lebens innerhalb der aus ihrer Sicht in Formalismus erstarrten Glaubensgemeinschaften. Es entstand eine „apostolische“ Bewegung, die dann kirchliche Strukturen annahm, nachdem zwischen 1832 und 1835 zwölf Apostel durch prophetisch begabte Personen gerufen wurden. Das Kennzeichen der nun so genannten Katholisch-apostolischen Kirche war, dass an ihrer Spitze Apostel standen, die durch Handauflegung die Gabe Heiligen Geistes spendeten, um die Gläubigen für die bald erwartete Wiederkunft Christi zu bereiten.

1863 kam es zur Trennung der Hamburger Gemeinde von den Aposteln der Katholisch-apostolischen Kirche. Gründe waren grundlegende Auffassungsunterschiede über die Rolle des Apostelamtes bei der Bereitung der Gläubigen für die Wiederkunft Christi sowie die Möglichkeit einer Ergänzung des von ursprünglich zwölf auf sechs Personen reduzierten Apostelkreises. Die von der Katholisch-apostolischen Kirche ausgesprochene Exkommunikation des Hamburger Gemeindeleiters Friedrich Wilhelm Schwartz am 27. Januar 1863 gilt als die Geburtsstunde der Neuapostolischen Kirche.

Die Hamburger Gemeinde trat anlassbezogen unter verschiedenen Namen auf. Zur Unterscheidung von den ersten „apostolischen Gemeinden“ nannten sich die in den Folgejahren neu entstehenden Gemeinden im amtlichen Schriftverkehr bald „neuapostolische Gemeinden“. An der Wende zum 20. Jahrhundert nannte man die Kirche „Neuapostolische Gemeinde“ und ab etwa 1930 „Neuapostolische Kirche“.

Jubiläumsjahr der Neuapostolischen Kirche geht zu Ende

(31.12.2013) Zürich. Das vergangene Jahr 2013 war für die Neuapostolische Kirche ein Jubiläumsjahr. Es wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen gefeiert. 1863 aus einer kleinen katholisch-apostolischen Gemeinde in Hamburg (Deutschland) hervorgegangen, zählt die Neuapostolische Kirche heute weltweit mehr als zehn Millionen Mitglieder. Die neuapostolischen Christen versammeln sich in mehr als 60.000 Gemeinden. Hier einige Ausschnitte aus einem bewegten Jahr. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (15): Von den apostolischen Gemeinden zur Neuapostolischen Kirche

(09.12.2013) Als unsere Kirche 1863 entstand, trat sie unter unterschiedlichen Namen auf, die an Bezeichnungen anknüpften, die auch vor 1863 von den „apostolischen Gemeinden“ in Deutschland verwendet worden waren. Dadurch konnten die Gemeinden der „alten“ und der „neuen Ordnung“ leicht verwechselt werden. Klarheit schuf erst die Bezeichnung „neuapostolisch“, die 1902 erstmals im Königreich Sachsen nachgewiesen ist. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (14): Erste Schritte unter neuen Aposteln

(02.12.2013) Eine apostolische Gemeinde ohne Apostel – das war Hamburg von Januar bis März 1863, weil Apostel Rudolf Rosochacky sich von seinem Amtsauftrag distanzierte. Die Gemeinde hielt dennoch an einer großen Erwartung fest: Gott würde zwölf weitere Apostel aussenden, und durch sie würde er die volle Kraft des Apostelamts offenbaren. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (13): Apostelrufungen in Deutschland

(18.11.2013) Die englischen Apostel hatten sich damit abgefunden, dass sie nur eine kleine Schar für die Entrückung der Erstlinge bereiten würden. Mit ihnen würde das Apostelamt wieder enden, die Kirche durch Erzbischöfe, Erzengel genannt, fortgesetzt werden. 1860 lehnten sie erneut Apostelrufungen ab. Der Prophet Heinrich Geyer, der die Rufungen ausgesprochen hatte, ließ dennoch nicht locker in seinem Drängen nach Einsetzung neuer Apostel. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (12): Fortgesetztes Drängen auf Ergänzung der Zwölfzahl

(04.11.2013) Der Kreis der Apostel schwand dahin. Seit 1858 rechneten die acht Verbliebenen damit, dass eine neue apostellose Zeit kommen würde. Doch trotzdem fühlten sich 1859 und 1860 mit Taplin und Geyer die zwei wohl bedeutendsten Propheten der damaligen apostolischen Kirche vom Geist Gottes gedrängt, neue Apostel zu rufen und so den dahinschwindenden Kreis der Apostel zu ergänzen. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (11): Neuer Aufbruch – und Enttäuschung

(21.10.2013) Am 20. Mai 1858, dem Donnerstag vor Pfingsten, trat in Albury eine Versammlung ganz besonderer Art zusammen. Die Apostel hatten nach 22 Jahren wieder Propheten eingeladen. Sie sollten in ihrer Gegenwart mit der 1836 unterbrochenen prophetischen Auslegung der Heiligen Schrift fortfahren. mehr ...

Auf dem Weg zur neuapostolischen Kirche (10): Veränderungen in Norddeutschland

(07.10.2013) Apostel Thomas Carlyle starb am 28. Januar 1855. Sein enger Mitarbeiter Heinrich Josias Thiersch, ehemaliger Theologieprofessor in Marburg, blieb ihm über den Tod hinaus verbunden, wie seine Tagebucheinträge zeigen. Nun aber hatte er sich auf die Arbeit mit Carlyles Nachfolger Francis Valentine Woodhouse einzustellen. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (9): Apostelversammlung 1851: Enttäuschte Erwartungen

(05.09.2013) 1846 hatten zehn Apostel einen Kompromiss gefunden, der es ihnen möglich machte, das 1835 begonnene Werk fortzuführen. Die großen Erwartungen der Anfangsjahre konnten sie allerdings nicht erfüllen. Apostel Carlyle glaubte die Ursache zu kennen: Die „heilige Zwölfzahl“ war nicht mehr vorhanden, die erwartete Aussendung der Apostel in der vollen Kraft ihres Amtes konnte nicht stattfinden. Das sollte sich zu Pfingsten 1851 ändern – aber wollten dies auch seine Mitapostel? mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (8): Nach der Krise: Aufbruch in Norddeutschland

(05.08.2013) In der Krise des apostolischen Werkes ging die Zahl der aktiven Mitglieder in den vorhandenen Gemeinden auf den Britischen Inseln deutlich zurück. Erst seit 1847 ging es hier wieder aufwärts. Gleichzeitig begann die Arbeit in anderen Ländern – und besonders erfolgreich war sie in Norddeutschland. mehr ...

Auf dem Weg zur Neuapostolischen Kirche (7): Krise und Neubeginn (1840-47)

(05.07.2013) Die Apostel warteten insgesamt auf ihre Aussendung. Acht von ihnen wollten aber bereits einen Eindruck von ihren künftigen Arbeitsgebieten erhalten und bereisten sie. Bei ihrer Rückkehr wurden sie mit Auseinandersetzungen über den weiteren Weg der Kirche konfrontiert. Zwei Apostel gingen eigene Wege. War dies das Ende der apostolischen Tätigkeit? mehr ...
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